Mineralstoffmangel

Welche Aufgaben haben Kalium / Magnesium in unserem Körper?

Kalium und Magnesium sind lebensnotwendige Bioelemente. Sie werden für den Fortbestand, die normale Funktion, das Wachstum und die Entwicklung des Organismus benötigt. Einen ganz besonderen Einfluss haben beide Elektrolyte auf die Stoffwechselfunktion in der Muskelzelle, insbesondere im Herzmuskel. Sie erhalten das natürliche Elektrolyt-Gleichgewicht der Herzmuskelzelle und sorgen so für die Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Herzmuskels. Darüber hinaus sind sie für Nerven und Muskulatur wichtig. Sie erhöhen die Ausdauer und mildern die negativen Folgen von Stress.
Der Körper reguliert ständig seinen Kalium-Magnesium-Haushalt. Dennoch geht Kalium / Magnesium täglich durch Körperausscheidungen verloren. Deshalb müssen wir mit der Nahrung ständig ausreichend Kalium/Magnesium aufnehmen.

Ursachen des Kalium-Magnesium-Mangels

Kalium-Magnesium-Mangel hat 4 Ursachen:

1. Zu geringe Kalium-Magnesium-Zufuhr

Hierbei müssen wir unterscheiden zwischen

· verringerter Nahrungsaufnahme und

· falscher Ernährung.

Wer weniger isst, weil er abnehmen oder Diät einhalten muss, nimmt dabei nicht ausreichend Kalium / Magnesium zu sich. Die zunehmende einseitige Ernährung durch eiweißhaltige, fettreiche Kost, die rationelle Zubereitung, die durch Kunstdünger an Mineralstoffen verarmten Böden und das zu weiche Trinkwasser führen zu einem Anstieg der Kalium-Magnesium-Erkrankungen.

2. Gestörte Kalium-Magnesium-Aufnahme

Eine ausreichende Zufuhr von Kalium / Magnesium mit der Nahrung reicht aber nicht immer aus. Der Körper muss es auch verarbeiten können. Eine gestörte Kalium-Magnesium-Aufnahme beruht häufig auf krankhaften Veränderungen im Magen-Darm-Trakt, einer eiweiß- und fetthaltigen Nahrung, zu hoher Calcium-Zufuhr und übermäßigem Alkoholgenuss.

3. Erhöhter Kalium-Magnesium-Bedarf

In der Schwangerschaft und Stillperiode erhöht sich der Kalium-Magnesium-Bedarf um ein Drittel. Auch bei besonderen körperlichen Anstrengungen, die mit einer erhöhten Transpiration verbunden sind sowie bei besonders sportlichen Aktivitäten steigt der Bedarf an Kalium und Magnesium. In Zeiten körperlicher Schwäche besteht ebenfalls ein erhöhter Kalium-Magnesium-Bedarf.

4. Erhöhter Kalium-Magnesium-Verlust

Erhöhte Kalium-Magnesium-Verluste entstehen durch Magen-Darm-Erkrankungen, wie z. B. Erbrechen, Durchfall, durch unkontrollierte Einnahme von Abführmitteln, die regelmäßige Einnahme von wassertreibenden Medikamenten sowie durch regelmäßigen Alkoholgenuss. Kalium-Magnesium-Verluste können aber auch als Folge chronischer oder akuter Mangeldurchblutung bei Herzinsuffizienz auftreten.

Wichtig ist, dass der Kalium-Magnesium-Mangel rechtzeitig erkannt wird. Dies ermöglicht eine einfache, bei konsequenter Durchführung fast immer erfolgreiche Behandlung.

Anzeichen und Folgen des Kalium-Magnesium-Mangels

Kalium-Magnesium-Mangel ruft folgende Beschwerden am Herz sowie an Muskeln und Nerven hervor:

· Herz-Rhythmus-Störungen,

· Herzinsuffizienz,

· Arterielle Hypertonie,

· Neuromuskuläre Störungen.

Sie entstehen dadurch, dass das Elektrolyt-Gleichgewicht in der Muskelzelle bei Kalium-Magnesium-Mangel gestört ist. Dann können die Muskelzellen ihre normale Funktion nicht mehr in vollem Umfang wahrnehmen. Dies führt besonders bei Patienten, die infolge einer Herzinsuffizienz regelmäßig Glykoside einnehmen müssen, zu sehr unangenehmen Herz-Rhythmus-Störungen (Herzstolpern, Herzrasen), die, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden, schwerwiegende Folgen haben.

Herz-Rhythmus-Störungen

Herz-Rhythmus-Störungen stellen ein Hauptanwendungsgebiet für eine Kalium-Magnesium-Therapie dar. Grundsätzlich können alle Formen von Herz-Rhythmus-Störungen auf einem Ungleichgewicht von Kalium und Magnesium beruhen. Die Zufuhr von Kalium und Magnesium bewirkt einen Ausgleich des Kalium-Magnesium-Ungleichgewichtes. Die physiologische Basistherapie von Herz-Rhythmus-Störungen mit Kalium und Magnesium ist in vielen Fällen bereits ausreichend. In diesen Fällen können synthetische Antiarrhythmika eingespart werden. Synthetische Antiarrhythmika haben in hohem Maße Nebenwirkungen und bewirken ihrerseits wiederum Herz-Rhythmus-Störungen. Andererseits ist davon auszugehen, dass synthetische Antiarrhythmika nur dann ihre eigentliche Wirkung entfalten, wenn ein ausgeglichenes Elektrolyt-Gleichgewicht besteht. Eine gestörte Elektrolyt-Bilanz der Erregungszellen des Herzens als Ursache von Herz-Rhythmus-Störungen kann nur schwer mit synthetischen Antiarrhythmika behandelt werden. In diesen Fällen kommt es beim Einsatz von synthetischen Antiarrhythmika gehäuft zu schweren Formen von Rhythmus-Störungen. Eine ausreichende Versorgung mit Kalium- und Magnesium-Ionen ist also auch Grundlage einer Therapie mit synthetischen Antiarrhythmika.

Herzinsuffizienz

Eine Herzinsuffizienz (Herzleistungsschwäche) kann auf einer pathologischen Erhöhung der Vor- oder Nachlast, einer mangelhaften Sauerstoff-Versorgung des Herzmuskels, einer toxischen Herzmuskel-Erkrankung oder einer Kardiomyopathie beruhen. Außerdem können Herzmuskel-Störungen Ursache einer myokardialen Insuffizienz sein. In vielen Fällen liegt daher ursächlich eine Elektrolyt-Stoffwechsel-Störung der Herzmuskelzellen oder der Gefäßmuskelzellen vor. Auch hier stellt eine ausreichende Versorgung mit den intrazellulär notwendigen Ionen Kalium und Magnesium eine physiologische Basistherapie dar. Eine myokardiale Insuffizienz wird in der Regel mit Digitalis-Praparaten und/oder Diuretika behandelt. Diese Behandlung führt ihrerseits zu Störungen im Elektrolyt-Haushalt. Auch hier ist eine gleichzeitige Therapie mit Kalium und Magnesium unumgänglich notwendig. In vielen Fällen kann so durch eine ausreichende Kalium- und Magnesium-Zufuhr der Einsatz von Digitalis-Glykosiden oder Diuretika reduziert werden.

Arterielle Hypertonie

Auch die Entstehung der arteriellen Hypertonie (Bluthochdruck) steht im ursächlichen Zusammenhang mit der Elektrolyt-Verteilung in den Muskelzellen der Gefäße. Die arterielle Hypertonie ist häufig mit einer Überladung der Gefäßmuskelzellen mit Calcium-lonen verbunden. Der Einsatz von Magnesium und Kalium bedeutet hier eine physiologische Basistherapie, da dadurch der CaIcium-Überladung entgegengewirkt werden kann. Die Basis-Therapie von Kalium und Magnesium wird auch durch die Tatsache unterstützt, dass bei einem hohen Prozentsatz der Hypertoniker ein Elektrolyt-Mangel vorliegt.

Neuromuskuläre Störungen

Ein Ungleichgewicht im Kalium- und Magnesium-Haushalt bedingt ebenso eine Störung des autonomen und des peripheren Nervensystems. Symptome des tetanischen Formenkreises sowie tonisch-klonische Spasmen bilden häufig den Ausdruck solcher Elektrolyt-Stoffwechsel-Störungen. Bei allen Formen der Tetanie liegt ein gleichzeitiger Mangel an Kalium und Magnesium vor. Eine ursächliche Behandlung neuromuskulärer Störungen wie Muskelkrämpfe, innere Unruhe, Paraesthesien, Erschöpfung, erhöhte Reizbarkeit, Schwindel, Sehstörungen, Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen kann daher mit Kalium- und Magnesium-Aspartat erfolgen. In vielen dieser Krankheitsfälle wird die Diagnose "vegetative Dystonie" gestellt. Eine ursächliche Behandlung mit Kalium- und Magnesium-Aspartat kann in diesen Fällen den Einsatz von Tranquilizern, Beta-Blockern, Barbituraten oder ähnlichen Medikamenten überflüssig machen.

Bei übermäßiger körperlicher Belastung sowie bei intensivem Freizeitsport oder Leistungssport kommt es zu Verlusten an Kalium und Magnesium. Dieses lässt sich erklären über besondere Verluste während der Transpiration sowie durch Verschiebungen von Kalium und Magnesium in intrazellulären Kompartimenten. Dieser Mechanismus kann Ursache sein für die gesteigerte Krampfanfälligkeit der Extremitätenmuskulatur bei und nach sportlicher Belastung. Dadurch erklärt sich auch ein gewisser Leistungsverlust mit zunehmender Belastung. Ein Ersatz von Kalium und Magnesium verbessert somit auch die sportliche Leistungsfähigkeit.

Wie können Sie sich wirksam gegen Kalium-Magnesium-Mangel schützen?

Wie immer gilt:

Vorbeugen ist besser als Heilen!

Abwechslungsreiche Ernährung ist für eine ausreichende Zufuhr von Kalium und Magnesium sehr wichtig. Verzichten Sie daher weitgehend auf Fertigspeisen und Konserven. Reich an Kalium und Magnesium sind z. B. Gemüse, Getreide, Nüsse und Bananen. Eine kalium- und magnesiumreiche Kost ist jedoch teuer und die vielen Kalorien sind nicht gut für Herz-Kreislauf-Patienten. Andererseits ist Kalium-Magnesium-Mangel unbedingt behandlungsbedürftig, weil es nicht nur bei leichten Symptomen bleibt, sondern z. B. Herz-Rhythmus-Störungen folgen können.

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